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Die Mütterrente - Genial oder Blödsinn?

15.12.2025

Ist die Mütterrente eine geniale und sensationelle Errungenschaft eines modernen Sozialstaates oder ausgemachter Blödsinn?

Und - wenn Letzteres der Fall sein sollte, welche Lösung wäre denn dann besser?

Kann es sein, dass selbst ausgemachte Wirtschaftsexperten und Spiegel-Bestseller-Autoren wie Marc Friedrich und Matthias Weik irren und nach dem Staat rufen? Oder ein ausgewiesener Steuerexperte wie "Olli Nicht mehr im Staatsdienst"?

Sind das allesamt Befürworter eines planwirtschaftlichen, sozialistischen Staates?

Und ja, dieses Video ist insbesondere auch für Dich, liebe Mutter Jutta!

Was hat eigentlich ein sozialkritisches Video mit Wirtschaft und Börse zu tun? Nun ganz einfach. Die Wohltaten, die Politiker versprechen, müssen stets von den Arbeitern und Unternehmen eines Landes erwirtschaftet werden und beeinflussen damit den Erfolg einer Volkswirtschaft. Wer es mit angeblichen Wohltaten übertreibt, geht konsequent den Weg der DDR - mit allen negativen Folgen. Deswegen gilt der alte und einfache Spruch von Ludwig Erhard: "Maß halten!"

1. Fall - Marc Friedrich

Fangen wir zum ersten mit einem Vortrag der beiden Spiegel-Bestsellerautoren Marc Friedrich und Matthias Weik (als sie noch zusammen auf Tournee gingen) an, den ich unten mit der relevanten Passage verlinke, bei dem sich mir - ehrlich gesagt - die Fußnägel aufrollten:

- Marc Friedrich erzählt die rührende Geschichte einer gut gekleideten Mutter, die Pfandflaschen sammeln muss, um sich ihre mickerige Rente (376 € - übrigens mehr als meine) aufzubessern.
- Ihr einziger Fehler sei es gewesen, Kinder zu bekommen.
(Wer Kinder großzieht, ist eingeschränkt und kann nicht die gleiche Arbeitsleistung erbringen, wie Vollzeitberufstätige - logisch)
- Marcs Schlussfolgerung: "Wir als Gesellschaft sind sexistisch und unsozial, weil wir die Zeit der Kindererziehung nicht bei der Rente anerkennen!"
- Und dafür erntet er: Applaus!
- Ruft Marc Friedrich hier tatsächlich - und das sehr deutlich - nach dem Staat, nach Bürokratie, Umverteilung und nach Planwirtschaft? Ein ausgewiesener Experte für die (Achtung Wortspiel) Marcwirtschaft! Er möchte, dass Mütter zwar nichts in den Topf einzahlen, sich aber daraus bedienen können. Habe ich die wundersame Geldvermehrung dazwischen verpasst?

- Nach meinem Dafürhalten war der einzige Fehler der Mutter nicht, Kinder zu bekommen, sondern sie nicht mit einem gesunden Sozialverhalten auszustatten. Sie hat ihre Kinder grottenschlecht erzogen! Das war ihr Fehler! Denn offensichtlich lassen sie Ihre eigene Mutter für all die gewechselten Windeln und gelassenen Nerven ziemlich alleine im Regen und an der Mülltonne stehen!

2. Fall - OlliNichtimDienst

Der Olli Nicht im Dienst erklärt in einem seiner jüngsten Videos, wie blödsinnig die neuesten Renten"reform"Pläne der aktuellen Bundesregierung sind. So weit so richtig. Aber die Anpassungen bei der Mütterrente findet er gut. Wie sagte einst ein Politikerle so treffend... "Das kommt ja aus dem Haushaltsstopf und nicht aus den Steuereinnahmen". Weiß es auch ein ehemaliger Finanzbeamter nicht besser?

In beiden Fällen würde ein weiser Meister hier treffend formulieren:

"Die dunkle Seite der Macht: Leichter, schneller, verführerischer sie ist."

3. Fall - Mutter Jutta

Prosieben-Sat1 veranstaltete im Rahmen der Bundestagswahl 2024 ein "Speed-Dating" zwischen Bürgern und den Kanzlerkandidaten der Parteien. Auch diesen Beitrag verlinke ich Dir.

Dort tritt u. a. auch Mutter "Jutta" ins Rampenlicht.

Sie berichtet folgendes:

- sie hat 3 Kinder großgezogen, die mittlerweile auch gut verdienen! Bravo!
- mit 916 € liegt sie unter der "Armutsgrenze" (die übrigens so angelegt ist, dass wir nie armutsfrei sein werden!) - aber immer noch deutlich über meiner Rente!
- sie arbeitet tüchtig weiter in 2 Jobs, diese seien aber steuerpflichtig, was sie offensichtlich nicht gut findet
- "1.500 € Rente wäre schon schön" (AfD-Vertreterin Weidel sagt JA!)

Soweit die Ausgangslage. Nun alles mal bitte kurz sacken lassen.

- Ich lese daraus den Wunsch, dass die ältere Generation der jüngeren nicht zur Last fallen will
- Und ich sehe den grundsätzlichen und steigenden Wunsch der Menschen, auf Kosten anderer zu leben (irgendwann schreibe ich mal ein Buch darüber mit dem Titel "Faulenzeritis")
- Weiter stelle ich fest, dass es früher selbstverständlich war, dass die Jungen für die Alten gesorgt haben. Das ist in vielen Kulturen der Welt heute noch so.
- Wir hingegen geben die Kinder in die Krabbelgruppe und die Alten ins Pflegeheim ab. Soziale Pflichten werden an andere "delegiert" - und dafür müssen wir bezahlen.
- Und letztlich ist klar, dass eine in Vollzeit arbeitende Frau i. d. R. mehr Vermögen in ihrem Leben anhäufen kann, als eine Mutter, die 3 Kinder großzieht. Doch letztlich stellen auch die Kinder ein Vermögen dar. Und welche liebende Mutter würde ihr Kind verkaufen. Ich meine, nicht einmal für eine Million und mehr. Gut, manche würden vielleicht auch sagen: "Meinen kannst g'schenkt haben!"

Aber nun stellen wir uns die simple Frage, wer denn Juttas Rente bezahlen soll:

Ich gebe folgende Auswahl:

1.) Jutta selbst - oder ihre Ehemann - da wäre nichts gewonnen
2.) Eine andere Mutter - oder deren Ehemann - da wäre ebenfalls nichts gewonnen - ein Nullsummenspiel
3.) Eine kinderlose Frau oder Mann - da wäre kurzzeitig etwas gewonnen, doch die sterben aus.

Mehr Beteiligte habe ich bei bestem Willen nicht gefunden. Es bleiben leider - und ich habe lange darüber nachgedacht - wieder nur die Kinder der Mütter übrig, die deren künftige Rente finanzieren können. Hast Du eine andere Idee? Bitte, bitte schreib es mir in die Kommentare und erleuchte mich!

Szenenwechsel - eine kleine Geschichte:

Im Dorf Neu-Schilda wächst gerade die nächste Generation heran. Die frischgebackene Mutter Susi Sorglos klingelt bei den Nachbarn und tut freudig kund: "Mein Mann und ich hatten Spaß und nun - Hurra - gibt es einen neuen Erdenbürger im Dorf!" Der Nachbar lächelt und gratuliert herzlich! Nun kommt die frisch gebackene Mutter jedoch ohne Umschweife zum eigentlichen Grund ihres Besuches und bittet um einen angemessenen Beitrag für ihre Leistung. Altes Spielzeug und ausrangierte Baby-Klamotten vom Dachboden lehnt sie dankend ab. Am liebsten wäre ihr eine Geldspende, idealerweise als Dauerauftrag. Den Antrag dazu hat sie auch gleich mitgebracht: verbindlich, lebenslang und mit angemessenen Steigerungsraten. Als es dem Nachbarn zu dumm wird und er sie mit einem herzlichen "Geh schleich di!" vom Hofe jagt, begibt sich Susi betrübt nach Hause in die Arme von Kind und Mann. "Ich weiß nicht, ob ich ein zweites Kind möchte, stammelt sie unter Tränen."

Ihr Mann Sigi Sorglos ist entrüstet, greift zum Handy und ruft seinen Stammtischkumpel Markus an. Er stammelt etwas von "sexistisch und unsozial" weil er das mal in einem YouTube-Video von einem gebildeten Bestsellerautor so gehört hat. Markus, ein Hobby-Koch der sich nebenberuflich in einer Partei engagiert, die irgendwas mit christlich und sozialistisch zu tun hat, beruhigt seinen Freund Sigi und dessen Frau Susi: "Keine Sorge, für dieses und alle weiteren Kinder klingele ich bei sämtlichen Nachbarn. Und mit Hilfe von Steuerbeamten und notfalls der Polizei treiben wir die wohl verdiente Mütterrente schon für Euch ein!". Und so waren alle glücklich:

- Ein Beamter wurde zum Eintreiben der Mütterrente im Dorf eingestellt
- Ein Beamter wurde zum Verteilen der Mütterrente Dorf eingestellt
- Und mindestens 3 Politiker trafen sich regelmäßig zum Stammtisch im Wirtshaus, um darüber zu streiten, welche Höhe der Mütterrente denn aktuell angemessen wäre.

Nur den Kindern kam es irgendwann komisch vor, als Ihnen die Endabrechnung des ganzen Spektakels präsentiert wurde. Denn im Endeffekt kamen von jedem bezahlten Euro nur 50 Cent bei ihren Müttern an. Die Kinder wanderten schließlich aus Neu-Schilda aus und suchten sich einen "kinderfreundlicheren" Ort zum Leben. Die arbeitslos gewordenen Steuereintreiber und -verteiler bettelten in der Fußgängerzone und hielten sich mit kleineren Taschendiebstählen über Wasser. Die armen Mütter waren so arm wie vorher. Nur die Politiker treffen sich heute noch zum Stammtisch - und streiten weiter über soziale Gerechtigkeit - und asoziale Ungerechtigkeit.

Das ist selbstverständlich eine rein fiktive Geschichte und jede Ähnlichkeit mit lebenden und/oder nicht mehr lebenden Personen des öffentlichen Lebens sind weder beabsichtigt noch rein zufällig.

Wie sieht nun mein sensationell einfacher und zugleich kostenloser Alternativvorschlag aus?

Ganz simpel: Die Kinder richten einen Dauerauftrag für ihre eigene Mutter ein - idealerweise ist das für beide Seiten kostenlos. So hab ich es übrigens über viele Jahre für meine Mutter gemacht.

Kein Vermittler dazwischen muss mitfinanziert werden: -> Aber alle Beamten und Politiker aus Neu-Schilda wären damit relativ flüssig... um nicht zu sagen überflüssig!

Meine Gedanken zur aktuellen Lage des bankrotten Sozialstaates:

1.) Dass die Rente mit Steuermilliardenzuschüssen (knapp 118 Mrd. € in 2024) über Wasser gehalten wird, hat für die Politik den positiven Nebeneffekt, dass diese - wenn auch zum Teil von den Arbeitnehmern erbracht - im Gegensatz zu den Rentenversicherungsbeiträgen eben KEINE Anrechnung auf die spätere Rente erfahren. Wären die Renten-Beitragssätze bspw. bei 30% wären die Kosten vielleicht gleich - aber die Ansprüche würden auch wachsen.

2.) Warum setzt sich der bayerische Spitzenpolitiker für die Mütterrente ein. Einen Grund nannte er in einem - kritischen - Fahrstuhlinterview: weil Flüchtlinge, die ins Land kommen auch Geld bekommen ohne eine Gegenleistung. Da sei es nur fair, wenn die Mütter auch etwas bekommen.

3.) Wie können wir nun den Politikern Ihre Spielzeuge wegnehmen? "Wir lassen die Rentenbeitragssätze stabil - und erhöhen dafür ständig die Steuern!". "Bei uns gibt's 1.500 € Grundrente für alle - bezahlen dürfen das Eure Kinder!"

Mein Vorschlag: Durch ein Verbot der Quersubvention wie dem "Löcherstopfen" der Sozialversicherungen mit Steuern (dafür genügt ein einzeiliges Gesetz). Und das führt zu einer direkten Verknüpfung zwischen Ausgaben und Einnahmen. Keiner bedient sich mehr aus einer wundersamen "Black-Box"! Im Beispiel der Mütterrente: Ja, möglich - dafür steigen die Rentenbeiträge um X %. Oder die MwSt, die auch Du bei ALDI bezahlst? Wollt Ihr das wirklich?" -> Umfrage per App

Abschließend nochmal ein Zitat von Ludwig Erhard zu dem Thema:

"Ich bin […] erschrocken, wie übermächtig der Ruf nach kollektiver Sicherheit im sozialen Bereich erschallte. […] falls diese Sucht weiter um sich greift, [schlittern] wir in eine gesellschaftliche Ordnung […], in der jeder die Hand in der Tasche des anderen hat."

Nun bist Du dran. Wie siehst Du die Lage? Kommentiere Kommentare!

Ich weiß auch schon, was meine sozialistischen Freunde sagen würden: "Mir ist es egal, woher das Geld kommt, Hauptsache Mutti bekommt ein paar Kröten ab!"

Und bitte nicht falschverstehen: Für Notfälle brauchen wir selbstverständlich eine soziale Abfederung von Härtefällen, z. B. wenn eine tüchtige Mutter ihr Kind durch Krankheit verliert.

Aber aktuell bekommt auch die Millionärsmutter, die Millionärskinder großgezogen hat, mehr Rente. Tolle Leistung?

Sollen sie ruhig weiter ihre blauen Pillen nehmen. Ich hoffe, Du weißt nun etwas mehr Bescheid.

Danke fürs Einschalten und bis zum nächsten mal!

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